Ab in den Urlaub. Mit dem E-Bike.

Neu > Ratgeber | 24. Mai 2019

In der Fahrradwelt dreht sich derzeit alles rund um E-Bikes und Pedelecs. Bikes mit elektrischer Unterstützung sind heutzutage aus Freizeit, Alltag bis Sport und Abenteuer nicht mehr wegzudenken. Man fährt schneller, weiter und entspannter.

Die Kombination aus Bewegung und Erholung macht auch Reisen mit dem E-Bike immer beliebter. Für einen perfekten Urlaub möchten viele Menschen nicht auf ihr eigenes E-Bike verzichten. 

Vor dem Start der großen Sommerferien haben wir mit dem jungen E-Bike-Unternehmen TechniBike aus der Vulkaneifel gesprochen, um zu erfahren, was man beim Transport seines E-Bikes in den Urlaub beachten muss. Marc Prüm, Geschäftsführer der TechniBike GmbH, hat uns die wichtigsten Tipps fürs Reisen mit dem E-Bike verraten.

„Das E-Bike soll mit in den Urlaub oder mit auf den Ausflug? Generell ist das kein Problem. Ob im Auto, im öffentlichen Nahverkehr oder auf der Fernreise:

An erster Stelle muss ein sicherer Transport gewährleistet sein. Je nach gewähltem Transportmittel gelten unterschiedliche Vorschriften, die man beachten muss.“

Was ist denn die häufigste Transportmethode?

„Die meistens unserer Kunden fragen sich, wie sie am besten ein E-Bike mit dem Auto transportieren. Dazu zähle ich jetzt auch mal Wohnmobile. Oft ist es so, dass man im Innenraum des Fahrzeugs zu wenig Stauraum hat. Daher kann man, wie beim herkömmlichen Rad auch, natürlich einen Autogepäckträger oder einen auf der Anhängerkupplung montierten Heckträger nutzen.

Zu beachten ist: E-Bikes wiegen etwas mehr und die Rahmen sind oft größer als bei Fahrrädern ohne elektrische Unterstützung. Berücksichtigen sollte man also die maximale Traglast des Fahrradträgers. In den meisten Fällen liegt diese zwischen 50 und 100 Kilogramm.

Grundsätzlich aber gilt: Wird das E-Bike mit einem Fahrradträger transportiert, ist der Akku vorher zu entnehmen und sicher im Auto zu verstauen. Gleiches gilt für einen abnehmbaren Bord­computer. So lassen sich Beschädigungen an den Komponenten vermeiden.

Beliebt sind ja aktuell auch Fahrten mit dem Fernbus oder mit dem Zug. Kann man dort überhaupt sein E-Bike mitnehmen?

„Fahrräder gehören zum Sondergepäck. Gegen einen Aufpreis lassen sich Fahrräder in der Regel im Fernbus mitnehmen. Aber die Plätze sind begrenzt und Pedelecs werden auch nicht von jeder Buslinie mitgenommen. Manche Fernbusanbieter geben sogar ein Höchstgewicht vor, welches das Rad nicht überschreiten darf. Hier gilt: Beim jeweiligen Fernbusanbieter erkundigen und frühzeitig einen Platz mit dem E-Bike buchen.

In Intercity- und Eurocity-Zügen sowie auf ausgewählten Verbindungen im ICE mit Fahrradabteil ist der Transport von Pedelecs, die bis zu 25 km/h erreichen, möglich. Erst ab 25 km/h ist die Mitnahme ausgeschlossen. Um ein E-Bike im Fernverkehr mitnehmen zu können, brauchen Sie eine Fahrradkarte sowie eine Stellplatzreservierung für das Fahrrad. Eine Reservierung ist unbedingt erforderlich, da die Anzahl der Fahrradstellplätze begrenzt ist.

Tipp: Hält man sich im Zug während der Fahrt nicht in der Nähe des E-Bikes auf, ist es ratsam, den Bord­computer und den Akku abzunehmen und sicher am Sitzplatz aufzubewahren. Zudem sollte man beachten, dass der Weg zum Bahnsteig nicht überall barrierefrei zu bewältigen ist. Entsprechend sollte man Zeit für den Ein- und Umstieg einplanen.

Und was ist, wenn ich eine Flugreise plane? Was muss ich da beachten?   

„Wer sein Peledec oder E-Bike im Flugzeug transportieren möchte, der steht leider vor einer großen Hürde: E-Bikes und Pedelecs sind im Passagierflugzeug generell nicht gestattet. Zu groß ist die Angst, dass die Lithium-Ionen-Akkus für einen Schaden sorgen.

Wer sein Pedelec dennoch im Anschluss an eine Flugreise am Zielort mit dabei haben möchte, kann dies per Frachtflugzeug verschicken. Dafür muss allerdings der Akku separat als Gefahrgut verschickt werden. Manche Airlines ermöglichen die E-Bike-Mitnahme ohne Akku im Passagierflugzeug. Das muss man bei der jeweiligen Airline recherchieren. Den Akku könnten Sie sich dann im Handel vor Ort leihen. Meine Empfehlung ist aber, am Urlaubsort ein Pedelec oder E-Bike auszuleihen. Das ist günstiger und stressfreier.“

Haben Sie noch einen abschließenden Tipp, Herr Prüm?

„Letztendlich sollten Sie sich vor Ihrer Reise immer gut vorbereiten. Dann steht einer schönen Kombination aus Bewegung und Erholung mit dem E-Bike nichts mehr im Weg. Es klingt zwar wie eine Bauernregel, aber ein hochwertiges Rad sollten Sie immer mit einem hochwertigen Schloss sichern, auch im Urlaub. Bei einer Neuanschaffung eines Pedelecs sollten Sie zudem darauf achten, dass der Akku nicht so leicht entnehmbar ist oder Sie diesen zusätzlich mit einer Akku-Schließanlage schützen können. Ein Akku-Diebstahl kann doch schnell mal die Urlaubslaune trüben.“

Erhältlich sind die E-Bikes von TechniBike unter anderem im TechniSat OnlineShop.

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